Dieses Mal haben wir ein Familienzimmer im NH Hotel gebucht. Aus 2 Übernachtungen wurden schnell noch 4 zusätzliche, da es absehbar war, dass das Schiff Grande Amburgo Montevideo nicht vor dem 1. Mai erreicht. Der 1. Mai ist in Uruguay ein Nationalfeiertag, an dem nicht gearbeitet wird. Ebenfalls ist die Autoausfuhr aus dem Hafen nur Montag bis Freitag möglich. Somit ist Geduld gefragt und wir müssen den 4. Mai abwarten…
Zoés 18. Geburtstag verbrachten wir also hier. Per Videotelefonie konnten wir ihr gratulieren und sie zu dem im Haus versteckten Geschenk leiten. Wir waren sehr dankbar, dass ihre Cousinen ein Überraschungsfest für sie organisierten und sie nicht alleine feiern musste. Danke an die ganze Familie an dieser Stelle. Und an Zoé: Wir vermissen dich!
Uruguay ist teurer als Brasilien oder Argentinien. Cool ist aber, dass wenn man mit einer ausländischen Kreditkarte bezahlt, die 22% MwSt. direkt abgezogen werden. In Uruguay kann man als einziges Südamerikanisches Land das Leitungswasser trinken. Es ist das Land mit der niedrigsten Kriminalitätsrate auf dem Kontinent. Flächenmässig ist Uruguay etwa 4mal grösser als die Schweiz. Es leben allerdings nur etwa 3.5 Millionen Menschen hier, dafür noch über 12 Millionen Rinder.
Das Wetter war die letzten 2 Wochen eher kühl. Meistens war es sonnig, aber die Temperaturen bewegten sich zwischen 15 und 22 Grad. Oft wehte ein kühler Herbstwind, an einigen Tagen sogar ziemlich heftig. Montevideo hätte 10 Strände zu bieten. Das Wasser erscheint hier an den meisten Tagen sehr braun. Das liegt daran, dass zwei grosse Flüsse hier ins Meer münden und viel Sedimente mitbringen. Ausserdem ist das Wasser zwischen Buenos Aires und Montevideo nicht besonders tief. Somit werden Sand und alle Ablagerungen schnell aufgewirbelt.
Wir vertrieben uns die Zeit mit Lernen, Arbeiten, Basketballspielen, Velofahren, Spaziergänge durch die Altstadt und an der Rambla. Ein Besuch im Andes Museum stand ebenfalls auf dem Programm. Das Museum zeigt viele Originalstücke von dem Unglück, das 1972 in den Anden passierte, als ein Flugzeug von Montevideo her in den Anden abstürzte. Die Überlebenden organisierten sich beeindruckend. Sie mussten 72 Tage auf über 4000m ausharren und wurden nur gerettet, weil 2 Personen sich zu Fuss aufmachten und es schafften, nach einem 10-tägigen Marsch durchs Gebirge Hilfe zu holen. Der Film „Die Schneegesellschaft“ ist sehr krass, aber empfehlenswert.














